Das Wachgebäude markiert den Zugang zur geplanten Seebrücke und spiegelt durch die klare Gliederung seine pragmatische Funktion wieder. Inspiriert vom Rathaus Wilhelmshaven, geplant von Fritz Höger, interpretiert es dessen charakteristische Klinkerstruktur in zeitgemäßer Form. Die Farbigkeit der Klinker, sowie die horizontale Gliederung des Überstandes übertragen die Relief- und Tiefenwirkung der historischen Vorlage in eine neue, funktionale Umgebung. Der auskragende mit Klinkern verkleidete Dachüberstand bildet gemeinsam mit der silbern gefassten Fassadenebene eine klare horizontale Schichtung. Die Material- und Farbwahl des Wachgebäudes ist auf den Standort abgestimmt: rostbraune Klinker greifen den Ton der benachbarten Spundwand auf, während silbern eloxierte Bleche die kühle Wirkung der umliegenden Betonelemente aufnehmen. Durch beidseitig schräg zulaufende mit Klinker verkleidete Wandflächen, wird eine Portalwirkung erzeugt, die den Blick intuitiv zum Unterstand hinführen. Die Fassade ist streng getaktet und rhythmisiert die Ansicht durch den Wechsel von Fenster- und Blechpaneelen. Die Durchreiche wird über drei aufeinanderfolgende Fensterpaneele klar adressiert, während die übrigen Öffnungen durch vorgelagertes Lochblech zurückhaltend und funktional gesetzt sind. So entsteht ein Gebäude, welches einen eigenständigen, standortbezogenen Ausdruck formuliert und einen Auftakt für das geplante Betriebsgebäude auf der Seebrücke bildet.