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  2007/2009

Kindertageseinrichtung Winzerstrasse, Dresden

Grundlagenermittlung, Vorentwurf, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vorbereitung der Vergabe, Bauleitung

Auftraggeber: Hochbauamt Dresden

Baukosten: ca. 1.5 Mio EUR, ca. 1.5000m² BGF
3 Gruppen a 15 Kinder Kinderkrippe, 5 Gruppen a 18 Kinder Kindergarten

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In unmittelbarer Nähe zur Elbe, den Loschwitzer Elbhängen und zu einer alten Kirschplantage entwickelte die Stadt Dresden einen Standort mit Grundschule und Kindertagesstätte. Der Standort ist durch angrenzende Landschafts- und Denkmalschutzgebiete geprägt. Insofern war es hier eine besondere Herausforderung die Kindertagesstätte als Wiederverwendungsprojekt sensibel einzupassen und weiterzuentwickeln.

Das Gebäude setzt sich aus drei voneinander losgelösten zweigeschossigen Bausteinen zusammen, die durch unterschiedliche Fassadenmaterialien ihre differenzierte Bestimmung zeigen:

- Funktionsbaustein mit Sanitärbereichen und Funktionsflächen
- Treppenbaustein
- Gruppenbaustein mit Gruppen-, Schlaf und Gemeinschaftsbereichen

Der Gruppenbaustein ist L-förmig und mit seiner Längsseite nach Südost und dem hier liegenden Garten ausgerichtet. In die nordwestliche offene Seite des L sind der Treppen- und der Funktionsbaustein eingeschoben. Die Fugen zwischen den Baukörpern sind durch die Erschließungsflächen belegt und werden in der Fassade gläsern gehalten. Der Ansatz, die drei Bausteine als einzelstehende Baukörper gestalterisch jeweils separat zu behandeln, findet im Innenraumkonzept seine Fortsetzung. Die Farbgebung und Materialität aus der Fassade wird ganz oder teilweise in den Innenraum hineingezogen, so dass das Konzept der einzelnen Bausteine auch hier schlüssig ist.

Das Erscheinungsbild des Gruppenbausteins interpretiert das Bild eines Bienenhauses in der „Alten Kirschplantage“ neu und bildet das Leitmotiv für die Kindertagesstätte und seine Freianlagen. Die Fassade hier ist als Lochfassade mit einer Holzverkleidung konzipiert. Mit Bezug auf die Gruppenräume wurden einzelne Fenster durch farbige Flächen und Leibungen zusammengefasst und zurückgesetzt. Diese Bereiche sind ähnlich dem Bienenhausprinzip Orientierungs- und Identifikationspunkte für die Kinder.

Der Treppenbaustein bildet mit seiner in kräftigem Rot gehaltenen Verkleidung den Blickfang für die Nordwestfassade, die dem Hauptzugang zugewandt ist. Zusammen mit dem Gruppenbaustein formuliert er eine durch ein Vordach zusätzlich markierte Eingangssituation.

   

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